Wieder einmal durfte ich für MMSO Audiobooks (bzw. für einen der Autoren von MMSO) ein Cover für eine neue Gruselserie erstellen– zunächst für das eBook-Format. Im Fokus stand dabei ein bewusst nostalgisches Cover-Design, das sich stilistisch an den klassischen Heftromanen der 1980er-Jahre orientiert und gleichzeitig die typische Ästhetik der Horror-Groschenliteratur aufgreift.
Ziel war es, die markante Bildsprache dieser Zeit einzufangen – von der dramatischen Inszenierung der Figuren bis hin zur düsteren, leicht überzeichneten Atmosphäre, die sofort Assoziationen zu bekannten Gruselreihen weckt. Gleichzeitig sollte das Cover modern genug wirken, um auch im heutigen digitalen Umfeld, insbesondere als eBook-Cover, zu bestehen.
In diesem Beitrag zeige ich Schritt für Schritt den Weg von der ersten Idee über die gestalterische Umsetzung bis hin zum finalen Bild.
Aufgabenstellung: Coverdesign für die Gruselserie „Kenrik Karner – Seher des Grauens“
Die Gestaltung basiert auf einer detaillierten Auswertung des Fließtextes, dessen Beschreibung gezielt visuell umgesetzt wurde.
- Gestalte ein atmosphärisches Titelbild für die fiktive Gruselserie „Kenrik Karner – Seher des Grauens“.
- Das Cover soll sich an klassischer Heftroman- und Hörspielästhetik orientieren, also in Richtung John Sinclair, Macabros oder Dämonenkiller.
- Es darf mit bekannten Genre-Elementen spielen, soll aber trotzdem eine eigene visuelle Identität haben.
- Der Episodentitel lautet: „Verblutet im Leichengewölbe“.
- Schauplatz sind düstere Katakomben oder unterirdische Gewölbe.
- Die Stimmung soll unheimlich, bedrohlich und leicht pulpig überzeichnet sein.
- Als Gegner sollen mehrere Zombies vorkommen, deutlich verwest, aber nicht zu splatterhaft.
- Das Hauptmotiv soll eine Katakomben-Szene mit Zombies im Hintergrund oder Mittelgrund sein.
- Im Vordergrund soll der Held Kenrik Karner stehen – als Schatten oder Silhouette.
- Er soll schlank, aufrecht und geheimnisvoll wirken.
- In der Hand soll er einen keltischen Dolch halten.
- Das Gesicht darf nur angedeutet oder leicht erkennbar sein.
- Eine leichte Anmutung eines jüngeren John Sinclair ist möglich, aber bitte nicht zu konkret.
- Das Layout soll an klassische Heftroman-Cover erinnern.
- Ideal wäre ein wiederverwendbares Serienlayout.
- Dazu gehören ein Kopfbereich für den Seriennamen und ein unterer Streifen für Zusatzinfos oder Branding.
- Bei den Farben bieten sich dunkelrote Töne an.
- Für die Schrift wären gelbe oder andere stark kontrastierende Farben passend.
- Die Typografie sollte pulpig, markant und gut lesbar sein.
- Stilistisch soll das Ganze eine Mischung aus Retro-Heftroman und moderner Horrorillustration werden.
- Bitte kein realistischer Fotostil, sondern eher gemalt, illustriert oder leicht comicartig.
- Wichtig sind vor allem Stimmung und Wiedererkennbarkeit, nicht maximale Detailfülle.
- Das Cover soll sofort als Grusel-/Horrorbild erkennbar sein.
- Es soll neugierig machen, ohne den Inhalt schon komplett zu verraten.
- Gleichzeitig soll der Seriencharakter klar sichtbar werden, damit daraus eine wiedererkennbare Marke entstehen kann.
Die erste Version:

Die Korrekturen die vorgenommen werden sollten:
- Titelheld Kenrik Karner.
- Erscheinung: schlank, eher schmal gebaut, Mitte zwanzig (kein muskulöser „Kleiderschrank“).
- Ausstrahlung: ungewöhnlicher Heldentyp, eher schlagfertig / mit „gefährlichem Mundwerk“ statt reiner Muskelkraft.
- Haarfarbe: unbedingt blond.
- Kleidung: weniger modern wirken lassen. Der Ledermantel ist optional noch okay, besser wäre jedoch eine Kombination aus Hemd oder Pullover im Stil der 1960er-Jahre.
- Setting beachten: Die Szene spielt in den 1960ern, Kleidung und Gesamtstil entsprechend leicht retro anpassen.
- Waffe: Das aktuelle schwertartige Aussehen ist akzeptabel, auch wenn es im Text eigentlich ein Dolch (ca. 30 cm) ist.
- Ändere die Nummer von „47“ auf „1“.
- „Horror-Serie“ bleibt unverändert.
- „Deutscher Erstdruck“ bleibt erhalten.
- Ersetze den bisherigen Satz: „Mit Kenrik Karner in seinen abenteuerlichsten Fällen“ durch: „Kenrik Karners neueste Schreckens-Vision“
- Behalte Komposition, Stil und Atmosphäre des bestehenden Covers bei.
- Änderungen sollen wie eine natürliche Weiterentwicklung wirken, nicht wie ein komplett neues Design.
Das finale Bild: (mit leichten Änderungen):

Die fertige Version (mit allen Details):


Des Weiteren habe ich auf Grundlage des Inhalts der Geschichte – die mir vorab nach Fertigstellung zur Verfügung gestellt wurde – ein Artwork für mehrere Zwischenseiten erstellt. Die dargestellten Motive greifen zentrale Elemente der Handlung auf und dienen dazu, den Text durch passende Zwischenbilder visuell zu ergänzen und aufzuwerten.
Zusätzliches Artwork (im Zeitschriften / Coverformat):
Zusätzliches Artwork (Illsutration auf den Inhalt der 1. Geschichte bezogen – Orte):
Zusätzliches Artwork (Illsutration auf den Inhalt der 1. Geschichte bezogen – Objekte):
Banner und Werbemittel:




Der Beitrag dazu in unseren Board:
Kenrik Karner – Seher des Grauens – Verblutet im Leichengewölbe (Taschenbuch Nr. 1)
(16.07.2026)














