Wer bei Glasfaser nur auf den Download schaut, verpasst oft den wichtigsten Punkt: den Upload. Gerade für alle, die große Dateien versenden, Cloud-Dienste nutzen, im Homeoffice arbeiten oder z.B. ein Tonstudio betreiben, ist ein starker Upload entscheidend. Gleichzeitig lohnt sich der Blick auf den Download natürlich ebenfalls, denn für Streaming, Arbeiten und den Alltag bleibt eine gute Empfangsleistung wichtig.
Warum aber auch der Upload so wichtig ist
Beim Internetanschluss denken viele zuerst an den Download, also daran, wie schnell Inhalte aus dem Netz geladen werden. Für das reine Nutzen von Streamingdiensten oder Webangeboten ist das auch verständlich. Wer aber selbst Inhalte ins Netz sendet, merkt schnell: Der Upload ist der eigentliche Engpass.
Das betrifft etwa Videokonferenzen, Backups in die Cloud, das Hochladen großer Fotosammlungen, das Teilen von Projektdateien oder eben eine professionelle Nutzung im Tonstudio. Gerade bei Audioaufnahmen, die in Echtzeit an Partner oder Kunden geschickt werden, macht ein hoher Upload den Alltag deutlich angenehmer.
Wichtige Anbieter im Überblick
Die deutschen Glasfaseranbieter unterscheiden sich vor allem bei der Kombination aus Download, Upload, Preis und regionaler Verfügbarkeit. Laut aktuellen Vergleichsübersichten bieten viele Tarife heute 1.000 Mbit/s im Download, beim Upload aber teils sehr unterschiedliche Werte: von 50 Mbit/s bis 500 Mbit/s, in einzelnen Tarifen sogar bis 1.000 Mbit/s.
Die Deutsche Telekom hebt sich in den genannten Übersichten vor allem beim maximalen Upload ab, während Deutsche Glasfaser, O2 und 1&1 meist im Bereich von 500 Mbit/s Upload liegen. Verivox nennt bei Glasfasertarifen generell Downloadwerte von 150 bis 1.000 Mbit/s und Uploadwerte von 75 bis 500 Mbit/s, in ausgewählten Regionen sogar bis 1.000 Mbit/s Upload.
Für ein Tonstudio – Anwendungsfall No1 (von einem Freund)
Wenn ein Tonstudio befeuert werden muss, sollte der Upload ganz oben auf der Liste stehen. Hier geht es nicht nur um gelegentliches Surfen, sondern um das zuverlässige Senden großer Audiodateien, Sessions, Backups und eventuell Livestreams. Ein Tarif mit 500 Mbit/s Upload oder mehr ist in so einem Fall deutlich sinnvoller als ein reiner Download-Tarif mit schwächerem Upstream.
Besonders interessant sind Anschlüsse mit sehr hohem Upload bei gleichzeitig stabilem Download, damit auch parallele Nutzung im Haushalt problemlos funktioniert. Die Telekom wird in den genannten Quellen mit bis zu 1.000 Mbit/s Upload im 2-Gbit-Tarif erwähnt, während Deutsche Glasfaser und andere Anbieter häufig bis 500 Mbit/s liefern. Für ein Tonstudio ist das ein echter Praxisvorteil, weil Upload nicht nur Komfort, sondern Arbeitszeit spart.
Für ein Mehrfamilienhaus – Anwendungsfall No2 (von einem Freund)
In einem Mehrfamilienhaus ist die Ausgangslage etwas anders. Hier soll oft ein gemeinsamer Glasfaseranschluss für das gesamte Gebäude bereitgestellt werden, damit alle von einer modernen Infrastruktur profitieren.
Für solche Gebäude ist nicht nur die maximale Geschwindigkeit wichtig, sondern vor allem eine stabile Versorgung für viele Nutzer gleichzeitig. Der Anschluss sollte also ausreichend Reserven für Streaming, Homeoffice, Videotelefonie und Cloud-Dienste haben. E.ON Highspeed beschreibt für Mehrfamilienhäuser ebenfalls Glasfaseranschlüsse mit bis zu 1.000 Mbit/s Download und 500 Mbit/s Upload, was für mehrere Haushalte eine solide Basis darstellt.
Fazit
In der Praxis sind Deutsche Telekom und 1&1 besonders spannend, wenn man neben gutem Download vor allem viel Upload braucht.
Enttäuschend fand ich bei meiner Suche jedoch besonders einen Anbieter, dessen Upload selbst bei einem 1‑Gbit‑Anschluss gerade einmal (lächerliche) 70 Mbit beträgt – ein in der heutigen Zeit leider unverständlich geringer Wert. (200 Mbit/s im Upload nur gegen Aufpreis)
Übersicht (unverbindlich) der Glasfaseranbieter (März 2026)

Kosten (unverbindlich) bei der Telekom (März 2026)

