Diesmal sollte wieder für eine unkommerziell erstellte Geschichte , die in einer unserer Fancommunitys entstanden ist, ein Cover im Buchformat erstellt werden.
Zu drei anderen Teilen habe ich bereits Cover erstellt, deren Design für den 4. Teil hier berücksichtigt werden musste. Bei Teil drei „Der Klotz von Kalifaru“ gab es eine kleine Abweichung im Basisdesign. Der „Marie Paurois“ wurde in der Überschrift weggelassen. Das wurde mit Teil 4 allerdings wieder korrigiert.

In dem Fall ging es um den 4. Teil der Serie „Marie Paurois – und die stillen Wasser“.

(Bild oben: Als erster Entwurf als Realbild / Echtbild. Der Kommentar des Autors der Geschichte war recht gut. Sicherlich wurde das unpassende Design zu den anderen Marie-Teilen angesprochen, aber dass er und ich in dem Fall ein gemeinsames Bild vor Augen hatten, war dies hier völlig ausreichend, um die finale Gestaltung im bisherigen Marie-Design besser angehen zu können.)
Die Bildbeschreibung (umgangssprachlich):
Das Ganze spielt an einem See – morgens, vielleicht noch etwas trüb am Himmel, weil es Herbst ist. Im Vordergrund liegt ein großes, hölzernes Hausboot auf dem Wasser, ganz ruhig, keine großen Wellen, weil alles noch entspannt ist. Das Boot sieht so aus wie auf diesem Beispiel, ein bisschen gemütlich und abgeschieden.
Hinter dem Boot, im Hintergrund, soll das Hotel sein. Es ist modern, aus hellem Marmor gebaut, hat vier Stockwerke und auf jedem Obergeschoss gibt’s weiße Balkone vor den Fenstern. Unten im Erdgeschoss gibt’s viel Glas – wohl das Restaurant, das in der Geschichte eine Rolle spielt. Das Hotel steht einsam in der Landschaft, damit man die ruhige, fast schon magische Stimmung des Ortes spürt.
Die Perspektive ist so, dass man den See sieht, als würde man selbst dort sitzen. Das Ganze soll ein bisschen geheimnisvoll und ruhig wirken, passend zum Titel „Marie Paurois und die stillen Wasser.“
Bevorzugt wird hier also ein Coverstil im Design von kindertauglichen Büchern in etwa im Stil der Enid Blyton Bücher dieser Zeit angewendet, der jedoch technisch in der Neuzeit spielt (moderne Gebäude und Technik).
Der Enid Blyton Coverstil der 1960er und 1970er Jahre ist geprägt von einer kindgerechten und einladenden Ästhetik, die den Geist der damaligen Kinderbuchillustrationen widerspiegelt. Typische Merkmale sind:
- Farbige, oft handgezeichnete Illustrationen mit klaren, einfachen Figuren und Szenen, die die Hauptthemen der Geschichten widerspiegeln (z.B. Abenteuer, Natur, Freundschaft).
- Illustrationen, die oft eine nostalgische und leicht idealisierte Version von Alltagssituationen oder fantastischen Szenarien zeigen.
- Die Covergestaltung legt Wert auf einen warmen, freundlichen Ton, oft mit einer Mischung aus kräftigen und pastelligen Farben.
- Schriftzüge und Titeldesigns sind meist klar und kindgerecht, oft verspielte oder handschriftlich wirkende Fonts, die zur Geschichte passen.
- Die Atmosphäre der Illustrationen ist einladend und vermittelt eine gewisse Geborgenheit und Abenteuerlust zugleich.
Wenn man diesen Stil einhalten möchte, sollte man sich auf nostalgisch anmutende, handgemachte Illustrationen konzentrieren, die eine einfache und kindliche Bildsprache mit einer freundlichen Farbpalette und einladender Typografie verbinden.
Erstellt wurden drei Covervarianten, jeweils in zwei Farbvarianten. Die finale Auswahl hat dann der Autor der Geschichte getroffen.



Final geworden ist es:

Infos zu der fertigen Produktion (BoardHQ): Marie Paurois – (4) und die stillen Wasser