Die Sonate: ein Werk für ein Instrument, bisweilen für zwei. Doch manche Kompositionen entstehen nicht allein. Manchmal finden sie ihre Vollkommenheit erst im Zusammenspiel mit einem Gegenstück, das ihnen zu fehlen schien – einer zweiten Sonate, die ebenfalls aus zwei Stimmen besteht. So werden aus zwei mal zwei am Ende vier, die zu einer einzigen Einheit verschmelzen.

Nicht im Licht der Sterne, sondern in jenem seltenen Augenblick, in dem Sonne und Mond einander für einen flüchtigen Moment vereinten, nahm diese andere Komposition ihren Anfang.


Eine Melodie des Herzens begegnet einer anderen, nicht um sich in ihr zu verlieren, sondern um mit ihr etwas Vollständiges zu erschaffen.
Zwei Menschen, die einander liebten und sich doch über Jahre in der Monotonie ihres Umfelds voneinander entfernt hatten, …

… trafen auf zwei weitere Menschen, die ihre ersten Schritte in ein zugleich vertrautes und doch völlig unbekanntes Terrain wagten.

In dieser Begegnung fügten sich verstreute Fragmente zusammen.
Aus einzelnen Stimmen entstand ein Zusammenspiel, das keine bloße Ergänzung war, sondern es entstand eine neue, vollkommene Harmonie.

Was hier zunächst nur als Serie ausgewählter Motive erscheint, wird später als Print seinen Platz an den Wänden des wahr gewordenen Hauses Usher finden – eines Hauses, das sich erneut mit Leben, Energie und seiner ganz eigenen Dunkelheit füllen wird.

Diese grafische „Moonlight Sonata im Duett“ ist ein Tanz vierer Seelen. Im Wechselspiel von Licht und Schatten, Nähe und Verlangen verbinden sie sich im Augenblick miteinander, wachen gemeinsam und entwickeln sich zu einer Einheit.

Es ist also weit mehr als nur eine Bildserie.

Es ist der Versuch, Nähe und Geborgenheit, Teamstärke und Zusammenspiel sichtbar zu machen – dunkel, zärtlich und von jener Schönheit, die nur entstehen kann, wenn einzelne Fragmente einander finden und gemeinsam zu einem Ganzen wachsen.

Weitere Bildserien die zu diesem Beitrag passen: Im Licht der Sterne (07.03.2026)


Schreibe einen Kommentar